Gewaltfrei für Menschenrechte, Armutsbekämpfung und globale Gerechtigkeit
Bangladeschs Zivilgesellschaft tritt gewaltfrei für Menschenrechte, Armutsbekämpfung und globale Gerechtigkeit ein. Das Bangladesch-Forum unterstützt sie durch politischen Dialog und Vernetzung in Bangladesch und Europa.
Als Zusammenschluss von kirchlichen Hilfswerken, Entwicklungs- und Menschenrechtsorganisationen, Bangladeschis in Deutschland und Wissenschaftler*innen bringt es Analysen und Forderungen zivilgesellschaftlicher Partner*innen in Gespräche mit politischen Entscheidungsträger*innen auf deutscher und EU-Ebene ein. Schwerpunkte sind Menschenrechte, zivilgesellschaftliche Handlungsspielräume und die gewaltfreie Transformation von Konflikten. Alle Themen und Forderungen haben ihren Ursprung in Bangladesch.
Schwerpunkte
Bangladeschs Fortschritt seit der Unabhängigkeit des Landes im Jahr 1971 ist bemerkenswert. Das Land erreichte große Fortschritte in nahezu allen Entwicklungsfeldern: der Reduzierung von Armut und Hunger, Kinder- und Müttersterblichkeit und der Bildung. Gesellschaftliche Veränderungsprozesse und sozioökonomischer Wandel eröffnen Möglichkeiten, um Armut weiter zu bekämpfen und die Einhaltung der Menschenrechte zu gewährleisten. Gleichzeitig bergen sie das Risiko, frühere Erfolge auszuhöhlen. Unerlässlich für eine gerechte und nachhaltige Entwicklung sind der Schutz der Menschenrechte, die Stärkung demokratischer Prozesse und wachsende Partizipationsmöglichkeiten für die Bevölkerung - besonders für die Menschen, die bislang ausgegrenzt sind. Die sich drastisch vergrößernde Kluft zwischen Arm und Reich, zunehmend gewaltsam ausgetragene Konflikte, zunehmende Menschenrechtsverletzungen, und eingeschränkter Zugang zu Ressourcen für benachteiligte Bevölkerungsgruppen sind deutliche Warnsignale.
Um zivilgesellschaftliche Handlungsspielräume, die Verwirklichung der Menschenrechte und die gewaltfreie Transformation von Konflikten in Bangladesch gezielt zu stärken, unterstützt das Bangladesch-Forum parlamentarische Initiativen auf Bundes- und EU-Ebene. Mit Abgeordneten des Deutschen Bundestags und des Europäischen Parlaments, auf Ministeriumsebene und gemeinsam mit der Europäischen Kommission erarbeitet das Forum Strategien, um zivilgesellschaftliche Handlungsmöglichkeiten und die Teilhabe an politischen Entscheidungsprozessen auszubauen. Dazu bringt das Bangladesch-Forum regelmäßig zivilgesellschaftliche Akteur*innen aus Bangladesch mit Vertreter*innen der EU und der Bundesregierung in Dhaka, Brüssel und Berlin zusammen.
Zivilgesellschaftliche Handlungsräume
Meinungsfreiheit und die Handlungsspielräume einer kritischen Zivilgesellschaft stehen zunehmend unter Druck. Zivilgesellschaftliche Organisationen werden bedroht, teils unter Nutzung von missbräuchlich genutzten Gesetzen. Repressionen erfahren zudem NGOs und Naturschutzbewegungen, die auf soziale und ökologische Kosten und Gefahren hinweisen. Ferner verhärten sich Konflikte um den Zugang zu Ressourcen und die gesellschaftliche Polarisierung um kulturelle Identitäten als Teil einer zunehmend hegemonialen religiösen Rechten.
Menschenrechte
Trotz teils progressiver Gesetze sind viele Menschen noch immer vielfältigen Diskriminierungen und Menschenrechtsverletzungen ausgesetzt, zum Beispiel aufgrund von Geschlecht, Religion und ethnischer Zugehörigkeit. Besonders kritisch ist die Menschenrechtssituation von Frauen, indigenen Bevölkerungsgruppen und religiösen Minderheiten. Täglich sind sie Ausgrenzung und Diskriminierung ausgesetzt, oft gepaart mit Gewalt. Menschenrechtsverteidiger*innen werden bedroht und angegriffen und erfahren vielfältige Repressionen durch Behörden. Vor diesem Hintergrund müssen zivilgesellschaftliche Akteur*innen und insbesondere Menschenrechtsverteidiger*innen darin unterstützt werden, sich gewaltfrei für die Durchsetzung der Menschenrechte einzusetzen, insbesondere für Frauen und Minderheiten.
Gewaltfreie Konflikttransformation
Das Bangladesch-Forum fordert die Verbreitung von Strategien der Konflikttransformation in der Entwicklungs- und Menschenrechtsarbeit. Durch Konfliktanalysen und Beratung sollen Bemühungen staatlicher und nichtstaatlicher Stellen unterstützt werden, um mittel- und langfristige Prozesse für die gewaltfreie Transformation von Konflikten zu unterstützen, beispielsweise im Kontext der vor der Gewalt in Myanmar nach Bangladesch geflüchteten Rohingya und der Bevölkerung in den aufnehmenden Gemeinden.
Mitgliedsorganisationen
Amnesty International Deutschland e.V. - Koordinationsgruppe Bangladesch
Waldquellenweg 29
33649 Bielefeld
Bernhard Hertlein
Tel: +49 (0)521 459 3333
E-Mail: kontakt@amnesty-bangladesch.de

Arbeitskreis Bangladesch in Niedersachsen
c/o IIK e.V. Zur Bettfedernfabrik 1
30451 Hannover
Sharaf Uddin Ahmed
E-Mail: arbeitskreis-bangladesch@gmx.de

Brot für die Welt Evangelisches Werk für Diakonie und Entwicklung e.V.
Caroline-Michaelis-Str.1
10115 Berlin
Tel: +49 (0) 30 65211 0
E-Mail: info@brot-fuer-die-welt.de

Bangladesch Studien- und Entwicklungszentrum e.V.
Margeritenweg 7
51674 Wiehl
E-Mail: bsez96@yahoo.de
Web: www.bangladesh.de

Bischöfliches Hilfswerk MISEREOR e.V.
Mozartstraße 9
52064 Aachen
Tel: +49 (0) 241 442-0
E-Mail: info@misereor.de
Web: www.misereor.de


NETZ Partnerschaft für Entwicklung und Gerechtigkeit e.V.
Marktlaubenstraße 9
35390 Gießen
E-Mail: netz@bangladesch.org
Web: www.bangladesch.org

Partnerschaft Shanti Bangladesch e.V.
Reichenfelser Str. 7
91086 Aurachtal
E-Mail: vorstand@shanti.de
Web: www.shanti.de
Einzelmitglieder
Dr. Petra Dannecker
Dr. Eva Gerharz
Dr. Martin Peter Houscht
Edda Kirleis
Mohammed Saki
Dr. Mascha Schulz
Kontakt
Falls Sie Fragen zum Bangladesch-Forum haben, zögern Sie nicht, mich anzusprechen. Persönlich erreichen Sie mich von Montags bis Freitags von 9 bis 16 Uhr und nach Vereinbarung.







